Die ultimative Grenzziehung – außen und innen!

Verfasst am: 2018-03-19  •  Autor: Ferdi Seidelt  • Repros: Kartenarchiv

Die ultimative Grenzziehung – außen und innen!Die ultimative Grenzziehung – außen und innen!Die ultimative Grenzziehung – außen und innen!

Jetzt ist sie da, die Karte mit den ultimativ richtigen äußeren und inneren Grenzen von Rumeln-Kaldenhausen. Bis Heinz Billen sich zu dieser Aussage durchringen konnte, hatte der Heimatforscher jede Menge Kartenmaterial und textliche Aufzeichnungen durchgearbeitet. (Karte in hoher Auflösung: http://www.runder-tisch.info/RuKa.jpg)
Die in grün gehaltene Zeile „4294 DU-Rheinhausen“ in der Flurübersicht-Karte des Vermessungs- und Katasteramtes der Stadt Duisburg beschreibt die behördeninterne Benennung und Abgrenzung der amtlichen Rahmenkartenwerke, ist also für die Grenzdiskussion nicht von Relevanz. Interessanter sind da schon die violettfarbenen Einträge. Der Ortsteil Rumeln weist 13 (1 bis 13) und der Ortsteil Kaldenhausen sieben (14 bis 20) Flure auf.
Die Außengrenze von Rumeln-Kaldenhausen:
Beginnen wir im Nord-West-Zipfel von Rumeln-Kaldenhausen. Die Grenze verläuft hier längs durch das Naturschutzgebiet Schwafheimer Meer. Der sich nach Osten anschließende Schwafheimer Bruchkendel und ab der Moerser Straße der Rumelner Bach bilden seit Jahr und Tag die Nordgrenze zu Moers-Schwafheim beziehungsweise Rheinhausen-Bergheim.
Auch die Ostgrenze wird vom Rumelner Bach dargestellt. Nachdem der Grenzverlauf die Neue Krefelder Straße erreicht und überschritten hat, geht es östlich der Neuen Krefelder Straße über den Borgschenweg in Richtung Mühlenbergsee, um direkt nach den beiden Unterführungen und vor der Ziegeleistraße einen Bogen zu bilden, der den Mühlenbergsee knapp, aber komplett umschließt (wiewohl der ASV Gut Biss Rumeln-Kaldenhausen unter „47229“ firmiert). Weiter geht’s parallel zum Bach und zur Rumelner Straße, um dann in Höhe der Gärtnerei Knüfelmann die Straße zu wechseln. Um Knüfelmann herum macht die Grenze einen markanten Bogen, sodass der Betrieb zu „47229“ (DU-Friemersheim) gehört.
Nach einem munteren Zickzackkurs Richtung Süden wird die Friemersheimer Straße gequert, dann geht es weiter in Richtung Westen parallel zur Friemersheimer Straße und vor dem Dreverbach in Richtung Süden bis zur Duisburger Straße. Dort werden die Auf- und Abfahrten des Charlotterings (Charlotte = US-Partnerstadt von Krefeld) mitgenommen, dann nordwärts bis zum Aubruchkanal, westlich weiter bis kurz vor der Kleingartenanlage „Im Rosenhain“, ab hier streng nach Norden, um auf das bekannte Drei-Städte-Eck zu stoßen (KR-Asberger Straße, DU-Traarer Straße, MO-Wildstraße).
Parallel östlich der Wildstraße bis zur Giesenfeldstraße und dann scharf nach Osten quer über das Gelände der Baumschulen Moldenhauer bis zum Sittardweg sind die nächsten Verläufe. Am Baggersee kreuzt die Grenze den Sittardweg, der ab sofort Sittardsweg (später Aubruchsweg) heißt und auf Moerser Gebiet liegt. An der Leutfeldstraße geht’s wenige Meter Richtung Osten, um dann sprunghaft dem Aubruchkanal bis zum Schwafheimer Meer zu folgen. Rundreise beendet! Merke: Rumeln-Kaldenhausen wird immer wieder von Bachläufen begrenzt, wo diese fehlen, haben sich die Menschen so manche Überraschung ausgedacht.

Die Grenze zwischen Rumeln und Kaldenhausen:
Der Abschnitt der Kapellener Straße, kurz nach der Giesenfeldstraße und bis zum Aubruchsgraben, trennt die beiden Ortsteile (im Westen Rumeln mit Trinkgut und Moldenhauer, im Südosten Kaldenhausen mit Malteserstift und Kleingartenanlage), wobei die Kapellener Straße selbst in diesem Bereich zu Kaldenhausen gehört. In Höhe des Aubruchsgraben schwenkt die Grenze streng ostwärts - „Am Donkbusch“ und „In den Hagen“ sind Rumeln, die Memelstraße ist Kaldenhausen. Über die Chausseen „Im Niederfeld“, Kapellener Straße und Düsseldorfer Straße wird das Domizil „umkurvt“, die Siedlung liegt also in Kaldenhausen. In Höhe des Friedhof-Eingangs wird die Hauptstraße überquert (eine andere Variante zeigt die amtliche „Beleuchtungskarte“ von 1929). Dann Süd, Ost, knirsch-südlich der Rathausallee wieder stramm Richtung Südost, auf halber Länge wieder Richtung Süd, aber so, dass die Zeche und die Bergarbeitersiedlung in Kaldenhausen und der Volkesberg sowie alles weitere an Häusern in Rumeln liegen.

Zu unseren Bildern (zum Vergrößern bitte anklicken):
1 – Nach langen Recherchen von Heinz Billen ist das die ultimative Grenzziehung zwischen Rumeln und Kaldenhausen! Interessant, was alles an Wasser zum Ort gehört und wie der Ort von Bächen begrenzt wird. Rumeln, der mittlerweile größere Ortsteil, hat 13, Kaldenhausen noch sieben Flure.

2 – Die Behördenkarte von 1929 (wunderbar zu erkennen die beiden Straßendörfer und die „blanken“ Bereiche dazwischen) zeigt die Standorte der ersten Straßenlaternen. Hier hat der Beamte die innerörtliche Grenze die Düsseldorfer Straße bereits in Höhe des heutigen Ostrings wechseln lassen.

3 – Westlich von der Wildstraße ist Krefeld mit Steltens Bauernladen, östlich ist Duisburg mit Feldern der Baumschulen Moldenhauer, die Wildstraße selbst in ihrer bizarren Schönheit gehört zu Moers. Eine treffliche Antwort auf die Frage, wie dieser „Landfinger“ entstanden ist, gibt es bis heute nicht.


Norbert Rynkowski – der Gold Imker aus Kaldenhausen

Verfasst am: 2018-03-14  •  Autor: Ferdi Seidelt/privat  •  Fotos: Archiv

Norbert Rynkowski – der Gold Imker aus KaldenhausenNorbert Rynkowski – der Gold Imker aus Kaldenhausen

Es tut sich wieder was auf der Giesenfeldstraße. Hier eröffnet am Freitag, 16. März, im Haus Nr 41 der „Gold Imker“ ein kleines Ladenlokal. „Gold Imker“ Norbert Rynkowski ist gebürtiger Rumeln-Kaldenhausener und seit 2011 Mitglied im Bienen- und Zuchtverein Rumeln-Kaldenhausen (der mit vier anderen Vereinen das Bienenmuseum unterhält). Dem „Runden Tisch Rumeln-Kaldenhausen“ hat er sich im letzten Jahr angeschlossen. Mit dem Imkern hat er 2011 erst als Hobby begonnen und ist nun mit großer Leidenschaft dabei. Gestartet mit zwei Völkern betreut er nun zeitweise bis zu 29 Völker. 2015 bekam er vom Imkerverband Rheinland die Leistungsmedaille in Gold und Silber für hochwertigen Honig überreicht. Das ist denn auch der Grund für die Bezeichnung „Gold Imker“.
Die Imkerei von Norbert Rynkowski ist eine sogenannte Stand-Imkerei. Das heißt, er geht nicht wie eventuell andere Imker auf Wanderschaft in Tracht-Gebiete, sondern hat seine Völker ausschließlich in Rumeln–Kaldenhausen stehen. Die Bienen sammeln den Nektar im normalen Flugradius von zwei Kilometern. Je nach Wetter und Nahrungsangebot kann sich dieser Radius bis auf vier km ausdehnen. Deswegen der nötige Zusatz „Honig aus Rumeln-Kaldenhausen und Umgebung“ ! Obwohl nicht gewandert wird, gibt es recht unterschiedliche Honige in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Allesamt aber stets aromatisch.
Auf die Frage nach dem Ladenlokal hat Rynkowski eine einfache Antwort: „Man kann nicht alles alleine essen. Darum sollen diejenigen, die dieses wunderbare Naturprodukt mögen, die Möglichkeit erhalten, es zu erwerben. Dabei hilft ein Ladenlokal.“ Angeboten werden ferner Met (Honigwein), Metessig, eine kleine Auswahl an Honiglikören, Wellnessprodukte, Kerzen aus Bienenwachs und Honigbonbons in verschiedenen Sorten.
Um auf keinen Fall auch nur den Anschein von Langeweile aufkommen zu lassen, plant der Gold Imker Work-Shops wie „Kerzen ziehen oder gießen“, „Herstellung von Met“, „Herstellung von Metessig“, „Honigsenf selbst gemacht“ und „Kochen mit Honig“ (unter anderem Salate und Dressing, perfekt zum Grillen). Bei Interesse am Imkern besteht die Möglichkeit der fachlichen Betreuung über das ganze Bienenjahr. Kontakt per E-Mail an Honig@Goldimker.de oder gerne auch im Laden.


Zu unseren Bildern (zum Vergrößern bitte anklicken):
1 – Es gibt aus Rumeln-Kaldenhausen und Umgebung viele Honigsorten, sie unterscheiden sich im Aroma, in der Farbe und Konsistenz zum Teil erheblich.
2 – Honig ist ein von Bienen zur eigenen Nahrungsvorsorge aus dem Nektar von Blüten erzeugtes und vom Menschen gern genutztes Lebensmittel.



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