Harte Maloche der Bergleute – Wir sagen danke!

Verfasst am: 2018-10-01  •  Autor: Ferdi Seidelt  •  Fotos: Ferdi Seidelt (30), Walter Stärk (5)

Als kurz vor 16 Uhr Hans Partenheimer die letzten Zeltstangen in den Transporter von Veranstaltungsmeister Heinz Schäfer gepackt hatte, war die „Festwoche Steinkohle“ Geschichte. Diese hatte die Maloche der Bergleute in den letzten Jahrhunderten exemplarisch aufgezeigt. Im Visier des Arbeitskreises Bergbau-Gedenken (Abdullah Altun, Heinz Billen, Ferdi Seidelt) standen im Schwerpunkt die Bergheimer Zeche Wilhelmine Mevissen mit ihrem Rumelner „Ableger“ Zeche Fritz. Ihr Credo: „Respekt und Anerkennung - Wir sagen Danke!“ Kleiner Rückblick:
Samstag, 22. September 2018: Abdullah Altun hatte zur Eröffnung der Festwoche in den großen Besprechungssaal seines Unternehmens an der Bergheimer Straße 121 in Bergheim geladen. Gut 50 geladene Gäste hörten Grußworte (unter anderem von Bezirksbürgermeisterin Astrid Hanske) und als Höhepunkt eine gewichtige Festrede des Gastgebers. Nach einem fantastischen türkischen Buffet ging es vor die Tür der Altun-Firma, die Übergabe von Denkmal I mit dem Knappenchor Rheinland lockte weitere Gäste an. Pfarrer Johannes Mehring segnete die an einem Holzstempel angebrachte Schutzpatronin der Bergleute, die Heilige Barbara – ein auch interreligiös würdiger Auftakt.

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Dienstag, 25. September 2018: Auf Einladung des Arbeitskreises und der IGBCE Rumeln-Kaldenhausen musizierte im Kulturspielhaus Rumeln an der Dorfstraße das vielseitige Rheinpreußen-Orchester, bis zum Zechen-Aus am 31. Dezember 2018 noch das offizielle Werksorchester der RAG. In zwei Vorträgen skizzierte Heinz Billen zuerst den Bau der Denkmäler und dann die Geschichte der Zeche Rumeln. Unter der feinfühligen Moderation von IGBCE-Chef Stephan Kosin geriet der Abend zu einer Ode der Dankbarkeit an die Arbeit der Kumpel unter Tage. Emotionaler Höhepunkt war das Steigerlied, bei dem zum Abschluss traditionell ein Klarer „gekippt“ wird.

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Mittwoch, 26. September 2018: Erneut auf Einladung des Arbeitskreises und der örtlichen IGBCE gab es jetzt zusätzlich zum Doppel-Referat von Heinz Billen eine Talkshow zum Thema „Das Bergwerk – das unbekannte Wesen“. Diese war exzellent von Billen und Kosin vorbereitet worden, sodass die Ex-Bergleute Wilfried Brücksken, Walter Stärk, Jürgen Choinowski und Helmut Herbst mit so manch spannender Information aufwarten konnten. Nunmehr wissen die Gäste, wie die unverzichtbare Hierarchie unter Tage war, warum der Stempel angespitzt wurde und warum die Hauer ein Arschleder trugen. Beide Abende wurden durch eine eindrucksvolle Bilder-Show (Beamer) ergänzt.

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Donnerstag, 27. September 2018: Bereits am frühen Vormittag hatte Rheinhauser Bergbausammlung-Chef Wilfried Brücksken seine Mannen um sich versammelt, um für den Tag der Offenen Tür gewappnet zu sein. In der Tat geriet das Rheinhauser Bergbau-Museum in Bergheim, Auf dem Berg 9, zu einer Pilgerstätte für interessierte Bürger und ehemalige Bergleute. In der Dauerausstellung sind 1000 Exponate zu sehen, darunter Arbeitsgeräte, Geleucht, funktionstüchtige Modelle wie der Förderturm der Zeche Diergardt I/II im Maßstab 1:30, Signaleinrichtungen, Mineralien, Urkunden, historische Fotos und Pläne sowie persönliche Erinnerungsstücke und eine umfangreiche Bibliothek rund um den Bergbau.

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Samstag, 29. September 2018: Etwa 300 Gäste wollten sich am finalen Samstag auf der Wiese vor dem ehemaligen Rathaus Rumeln-Kaldenhausen die Inbetriebnahme des zweiten Bergbau-Denkmals nicht entgehen lassen. Grußworte sprachen Wilfried Brücksken, Chef der Rheinhauser Bergbau-Sammlung, Bezirks­bür­ger­meisterin Astrid Hanske und Stadt-Bürgermeister Manfred Osenger. Ausführlich dankte Ideengeber Ferdi Seidelt insgesamt 20 Firmen, die mit kleineren oder größeren Arbeiten und Zuwendungen die beiden Memorials überhaupt erst ermöglicht hatten: „Innerhalb von sechs Monaten sind rund 1000 Arbeitsstunden geleistet worden, Experten schätzen den Gegenwert der beiden Kunstwerke auf etliche 10.000 Euro.“ Heinz Billen, der kurzweilig über die Arbeiten und die Geschichte der Zeche geplaudert hatte, enthüllte zum Gesang des Knappenchores Rheinland und zusammen mit Steiger Walter Stärk die Kohle-Reminiszenz. Pfarrer Andreas König segnete die in einem kunstvoll geschmiedenen Fach angebrachte Heilige Barbara, die Schutzpatronin der Bergleute.

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Marco Kolo - der Mundschenk des Prinzen

Verfasst am: 2018-09-29  •  Autor: Ferdi Seidelt  •  Fotos: Ferdi Seidelt

Marco Kolo - der Mundschenk des PrinzenMarco Kolo - der Mundschenk des Prinzen

Rumeln-Kaldenhausen bestückt und schmückt jede Party: Kräutertröpfchen, Zauberbeere, Landbier, Helles, alles fein mit dem Ortswappen versehen! Dafür sorgen seit 2016 Marco und Nadine Kolo, der Verkauf der Liköre und Biere geschieht mit großem Erfolg über ihren Getränkehandel „trinkgut Rumeln“. Und da die Kolos in Bergheim einen weiteren „trinkgut“-Laden haben lag es nahe, auch den Rheinhausern eigene Biere anzubieten. „Rheinhauser Gold“ heißt der leichtere (4,8) und „Rheinhausen 4140“ der stärkere Ger­sten­saft (5,2 %). Das süffige „Rhein­hauser Bier“ wird im Xantener Brauhaus Jäger produziert und exklusiv über die Bergheimer Niederlassung vertrieben.
Als die Eheleute unlängst zu Gast im Rheinhauser Rathaus waren, hatten sie zuerst einmal eine schöne Nachricht im Gepäck. Bezirksbürgermeisterin Astrid Hanske nahm freudig zur Kenntnis, dass „trinkgut Kolo“ nach wie vor den Prinzen- und neuerdings auch den Sternsinger-Empfang sponsern wird. Statt Blumen brachten die Kolos einen kompletten Satz Bier mit – das eingeführte für Rumeln-Kaldenhausen, das neue für Rheinhausen. „Da Heimat momentan in aller Munde ist“, sagt Marco Kolo mit breitem Lachen, „haben wir im wahrsten Sinne des Wortes eine für unsere Region passende Antwort brauen lassen.“
Alle Biere sind naturbelassen, unfiltriert und nach dem Reinheitsgebot anno 1516 ausschließlich aus Wasser, Gerstenmalz, Hefe und Hopfen erzeugt. Aufgrund der kleinen Chargen – noch hat das Rheinhauser Bier nicht seinen Siegeszug durch Bergheim, Hochemmerich, Asterlagen und Friemersheim angetreten - gibt es zuerst einmal die Abfüllung in der 1-l-Flasche. Zum Wohl!

Zu unseren Bildern (zum Vergrößern bitte anklicken):
1 - Das Rathaus-Trio Jürgen Konkol, Daniela Lehmann und Kirsten Blaschke sowie Bezirksbürgermeisterin Astrid Hanske (vl) inspizieren je einen Liter der zwischen Trinkkultur und Heimatgefühl einzuordnenden, sublokalen Kaltschalen, rechts im Bild Marco und Nadine Kolo. – Foto Ferdi Seidelt
2 - Die vier Kaltschalen des Bezirks heißen (vl) „Rumeln-Kaldenhausener Landbier“, „Rheinhauser Gold“, „Rheinhausen 4140“ sowie „Rumeln-Kaldenhausener Helles“ und sind ausschließlich über die Kolo-Betriebe erhältlich. - Foto Ferdi Seidelt



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