Düsseldorfer Straße 2018 – Parcours mit Hindernissen!

Verfasst am: 2018-01-13  •  Autor: Ferdi Seidelt, Wochenanzeiger  •  Fotos: Ferdi Seidelt

Düsseldorfer Straße 2018 – Parcours mit Hindernissen!Düsseldorfer Straße 2018 – Parcours mit Hindernissen!

Die Menschen erinnern sich: Bis in Rumeln die Moerser Straße zwischen Ortseingang und Marktplatz in neuem Glanz erstrahlte, verging viel Zeit. Einige Monate zu viel, die Maßnahme wurde nicht im Frühling fertig, sondern erst im Herbst. Mit der Folge, dass dieser Fristen-Crash am geschäftlichen „Aus“ der Bäckerei/Konditorei am Marktplatz und des Friseur-Salons an der Bonertstraße mehr oder weniger mitschuldig war. Die rigorosen Straßensperrungen hatten dafür gesorgt, dass es kaum noch Laufkundschaft gab. Das befürchten nun auch die Betriebe an der Düsseldorfer Straße und hegen die Hoffnung, dass sich die Beeinträchtigungen bei der Sanierung der Düsseldorfer Straße, das ist die Verlängerung der Moerser Straße in Richtung Krefeld, in Grenzen halten.
Das Vorhaben im Gesamtzusammenhang! Im Sommer 2015 erschien ein milliardenschwerer Stern am Berliner Förder-Firmament, das „Kommunalinvestitionsförderungsfonds-Errichtungsgesetz“. Mit diesem sollten gezielt finanzschwache Kommunen unterstützt werden: Städte investieren, bei einem Eigenanteil von 10 % (nach Abzug der Kosten für die Anlieger), in längst überfällige Projekte und entlasten ihre Kassen. In Zahlen: Von den 3,5 Milliarden € bundesweit bekam NRW 1,126 Milliarden €, Duisburg davon wiederum 73 Millionen Euro, schlussendlich gingen, so die Planungen, genau 4.548.996 € in den Bezirk Rheinhausen/Rumeln-Kaldenhausen, Rumeln-Kaldenhausen wurden für elf Projekte exakt 1.724.490 € zugeordnet.
Zwei Maßnahmen im Straßenbau stehen nun in Kaldenhausen an: Die Düsseldorfer Straße von Haus Nr. 148 bis zum Ortsende vor Krefeld (Anschluss L 473n) erhält eine neue lärmmindernde Fahrbahn im Wert von 330.000 €. Die (schmerzhafte) Kostenaufteilung (außer für Duisburg): Die Anrainer berappen 198.000 €, Berlin gibt 118.800 € und Duisburg (kleine) 13.200 €. Ebenfalls die Düsseldorfer Straße, jetzt aber der Abschnitt zwischen Schulallee und Donkweg, betrifft eine weitere Aktion, die 700.000 € teuer werden wird. Vorgesehen sind der Vollausbau mit lärmmindernder Fahrbahn, die Schaffung beidseitiger Radwege und neuer Gehwege, teilweise mit Längsparken. Hier wird die Stadt über 248.900 € Rechnungen an die Bürger stellen und selber 45.110 € hinzusteuern, 405.990 € kommen aus Berlin. Exklusive Information: Die Zuwegungen zum vorderen Teils des Donkwegs und der Straße "Zum Kuckeshof" werden bis zum Ende der Bauarbeiten geschlossen, durch letztere wird der viel beklagte Schleichweg durch die Eurobau-Siedlung für eben diese Zeit passé sein!
Wenn es nun in den nächsten Tagen mit den Arbeiten losgeht, sind folgende Abläufe geplant:
Bauabschnitt 1, Schulallee bis Donkweg: In den Phasen I und II stehen an der Ausbau der Geh-Radwege, die Erneuerung der Senkenanschlüsse und Arbeiten im Bereich der Bushaltestelle. Dauer: zirka 15 Wochen, Verkehr läuft 2-spurig. Phase III: Die östliche Fahrbahn (Seite Total-Tankstelle) wird überarbeitet. Dauer: zirka drei Wochen, Verkehr läuft 1-spurig Richtung Uerdingen. Phase IV: Die westliche Fahrbahn zuzüglich Gehweg und Haltestelle werden überarbeitet. Dauer: rund 2,5 Monate, Verkehr läuft weiter 1-spurig Richtung Süden. Phase V: Deckeneinbau und Markierungen. Dauer: zwei Tage an einem Wochenende, Verkehr: Komplettsperrung! Vorsichtig geschätzt werden insgesamt sieben Monate benötigt.
Bauabschnitt 2, Giesenfeldstraße bis Auffahrten zur L473n: Begonnen wird gleichzeitig mit Bauabschnitt 1, die Bauzeit wird auf sechs Monate geschätzt. Auch hier gilt: Zuerst geht es in den Phasen I und II an die Geh-Radwege sowie die Senkenanschlüsse. Interessant die Strategie in Phase III/IV: Die Fahrbahnerneuerung erfolgt in Baufeldern von 70 m, der Verkehr wird an den Baufeldern vorbeigeführt (wahrscheinlich mit Ampelschaltung). Phase V: Die Deckschicht wird an einem Sonntag bei Vollsperrung aufgebracht. Nach Lage der Dinge wird der von Uerdingen in den Ort hinein brausende Autofahrer ab etwa Höhe Liebigstraße durch ein neu eingerichtetes Geschwindigkeitslimit auf Tempo 30 abgebremst. Diese Vorschrift wird nach heutigem Stand bis zur Giesenfeldstraße angeordnet und gilt dann durchgehend bis zum Donkweg.

Zu unseren Bildern (zum Vergrößern bitte anklicken):
Schulallee bis Donkweg, es geht los. Die Bäume sind beplankt und die ersten Straßenbau-Fahrzeuge sind vor Ort. Über drei Monate wird der aus Richtung Krefeld kommende Verkehr über die Giesenfeldstraße (dann Bremweg und Kapellener Straße) umgeleitet.
Ab der Giesenfeldstraße bis zu den L 473n-Auffahrten wird die Düsseldorfer Straße ebenfalls lärmsaniert, der enorme Verkehr soll mit einer klugen beampelten 1-Spur-Strategie gebändigt werden, beide Fahrtrichtungen bleiben also erhalten.

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